Im voraussichtlich letzten Meisterschaftsspiel gegen einen übermächtigen Gegner in den nächsten 1 ½ Jahren zeigten die Cronenberger Handballkids erneut eine gute Leistung.
Die Gäste aus Wülfrath, angereist mit der körperlich überlegensten 97er-Mannschaft des HBK, wollen sich als Tabellendritter durch einen Sieg im Rückspiel gegen Friesen/BTG noch den 2.Tabellenplatz sichern, der zur Teilnahme an der Niederrheinmeisterschaft berechtigt.
Nach einem Blitzstart der Kalkstädter (3:0) legten die CTG Kids langsam ihren Respekt ab und fanden zu ihrem Kombinationsspiel. Eine Verkürzung auf 3:5 war der frühe Lohn. Danach baute der Favorit seinen Vorsprung kontinuierlich bis zur Halbzeit auf 16:9 aus, ohne dass die CronenZWERGE, wie sie aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit durchaus respektvoll von einem der beiden Wülfrather Trainer genannt wurden
, dabei enttäuschten.
Bei vielen Aktionen und Laufwegen fehlte manchmal nur ein kleines (letztes) Detail zum Erfolg. Die Ansätze waren sehr vielversprechend. Aber das Cronenberger Angriffsspiel basiert nun mal auf einem auch etwas risikoreichem Kombinationsspiel, was notwendig ist, um aufgrund der körperlichen Unterlegenheit überhaupt bis zum Kreis vorzudringen, um von dort zu einem Torwurf mit Erfolgsaussicht zu kommen. Dabei müssen sie natürlich noch lernen, die schnellere Reaktionsfähigkeit und größere Arm-Spannbreite der 97er einzuschätzen. So landete zu häufig der (letzte) Pass in den Armen des Gegners.
Nach dem Wechsel gelang einiges noch etwas besser und gestützt auf die gewohnt gute Abwehrarbeit konnte die 2.Halbzeit mit 6:10 sehr respektabel gestaltet werden. Besonders erfreulich dabei, dass nun auch die Außenspieler mehr mit ins Spiel einbezogen wurden und dabei sehr erfolgreich zum Torabschluss kamen. Am Ende eines sehr fairen und lebendigen Spieles stand eine 15:26 Niederlage.
Sehr interessant ein paar Zahlen aus der erstmals in dieser Form geführten Statistik (Danke Thorsten): Unsere Torquote lag bei sehr guten 65% (15 Tore bei 23 Versuchen) wobei man jedoch berücksichtigen muss, dass fast alle Würfe aus 6 Meter Entfernung erfolgten.
Unsere Torhüter parierten 11 der 37 Würfe auf ihr Tor. Quote gehaltene Bälle: 30%. Beide Siebenmeter wurden verwandelt. Das Tempogegenstoß-Verhältnis lag bei 3:1 für Wülfrath.
Insgesamt wurden bei uns 4 x Schritte und 1 x Kreisübertritt gepfiffen. Beides hielt sich im Rahmen. Zu hoch jedoch die Anzahl der 16 Fehlpässe. Erklärungsansätze dazu gab es weiter oben. Ein absolut normaler Prozess. Aufgrund der hohen Spielintelligenz der Kinder wird sich das in den nächsten Monaten „herauswachsen“.
Pattrick Wirths (TW), Guido Reichert (TW), Nils Hoffmeister (5), Simon Bombosch (5/2), Robin Vorsich (2), Moritz Knippert (2), Robin Wenske (1), Pascal Jacobs, Oliver Wizisk, Patrick Jansen und Max Messerschmidt.
Bombe 27.01.2010
Und so lief der 13. Spieltag bei den anderen:
TB Wülfrath II – Neviges 16:27 (11:13)
Nach der Teambesprechung letzten Montag hieß es nun heute den Startknopf neu zu drücken. Differenzen kamen auf den Tisch, alle durften sich aussprechen. Und das hat allen gut getan.
Neviges startete jedoch mit vielen Fehlzündungen ins Spiel. Deckungsmäßig überlief uns Wülfrath immer wieder, konnte gut ihre Leute in Szene setzen. Mein gefordertes Tempospiel gelang uns zunächst nicht, der Ball kam selten beim freistehenden Mann durch ungenaues Passspiel an. Wülfrath ging so verdient 3:0, 4:1 und 6:3 in Führung.
Trotz der vielen technischen Fehler gaben wir nicht auf, unser Siegeshunger wollte gestillt werden. Durch eine Abwehrumstellung und weiterem Tempospiel gelang es uns dann doch das Spiel bereits zum Ende der 1. Halbzeit zu drehen. Man merkte jetzt förmlich, wie der Knoten in der Mannschaft sich löste. Die Pässe kamen genauer und wurden nun sicher verwandelt. Wülfrath konnte sein Angriffsspiel nicht mehr wie zu Beginn aufrecht erhalten und musste sich geschlagen geben.
Ich bin froh, das es uns wieder gelungen ist, einen schnelleren Handball als die Wochen davor zu spielen. Wenn man die ersten 15 Minuten mal vergisst, haben wir uns wieder gut steigern können. Wir setzen hiermit wieder ein gutes und wichtiges Signal für die letzten Spiele. Der Kampfgeist der Mannschaft ist jedenfalls ungebrochen. Toi, toi, toi.
Unser Formtief scheint überwunden zu sein
Quelle: http://www.nevigesertv.de
Und so lief der 13. Spieltag bei den anderen:
Velberter SG 1 – Friesen/BTG Wuppertal 1 2:47 (0:24)
Auch bei guter Leistung war noch nicht alles optimal
Viel lässt sich zum heutigen Spiel nicht sagen. Zu deutlich war die Überlegenheit unserer Jungs in allen Belangen: Körperlich, technisch und taktisch. So stand es nach den ersten 10 Minuten bereits 14:0 und so sollte es auch weiter gehen. Die Deckung stand gut und agierte aggressiv gegen den Ball, wobei die Abwehrspieler nicht immer auf der Wurfhand standen. Doch der Respekt der Velberter vor unseren „großen“ Jungs war zu groß, so dass sie diese Fehler (noch) nicht nutzen konnten. So bekam Jan in Halbzeit Eins kaum Möglichkeiten sein Können zu zeigen, da die wenigen Würfe, welche einmal durchkamen, kamen aus unmöglichen Winkeln und unter Bedrängnis. So ging es mit 24:0 in die Pause, in welcher das Deckungsverhalten nochmals angesprochen wurde.
Und auch in Halbzeit Zwei legten wir wieder los wie die Feuerwehr und bereits nach 15 Sekunden musste der Velberter Torwart hinter sich greifen. Allerdings legten die Velberter den Respekt ein wenig ab und trauten sich nun mehr zu, so dass sie unseren Jungs des öfters die Stellungsfehler aufzeigten. Doch nun konnte Jan sich auszeichnen. Aber auch er kann nicht alles halten, so dass Velbert in der sechsten Minute ihren ersten Treffer erzielten. Aber auch Treffer Nummer Zwei in der elften Minute sollten den Sieg nicht gefährden, aber einige Spieler zum Nachdenken bewegen, dass Bein- und Armarbeit neben der Kommunikation zum Abwehrspiel dazu gehören.
Bei diesem einseitigen Spiel ging der Sieg auch in der Höhe in Ordnung und er hätte auch höher ausfallen können. Als Höhepunkt des Spiels kann der von Jan gefangene 7-Meter-Strafwurf, welcher direkt zum Tempogegenstoßtor durch Johannes umgesetzt wurde, angesehen werden, da dort das Umschalten von Abwehr auf Angriff am schnellsten umgesetzt wurde.
Quelle: http://www.friesen-btg.de/