Die Geburtsstunde der CronenZWERGE
Mittwoch, 27. Januar 2010Im voraussichtlich letzten Meisterschaftsspiel gegen einen übermächtigen Gegner in den nächsten 1 ½ Jahren zeigten die Cronenberger Handballkids erneut eine gute Leistung.
Die Gäste aus Wülfrath, angereist mit der körperlich überlegensten 97er-Mannschaft des HBK, wollen sich als Tabellendritter durch einen Sieg im Rückspiel gegen Friesen/BTG noch den 2.Tabellenplatz sichern, der zur Teilnahme an der Niederrheinmeisterschaft berechtigt.
Nach einem Blitzstart der Kalkstädter (3:0) legten die CTG Kids langsam ihren Respekt ab und fanden zu ihrem Kombinationsspiel. Eine Verkürzung auf 3:5 war der frühe Lohn. Danach baute der Favorit seinen Vorsprung kontinuierlich bis zur Halbzeit auf 16:9 aus, ohne dass die CronenZWERGE, wie sie aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit durchaus respektvoll von einem der beiden Wülfrather Trainer genannt wurden
, dabei enttäuschten.
Bei vielen Aktionen und Laufwegen fehlte manchmal nur ein kleines (letztes) Detail zum Erfolg. Die Ansätze waren sehr vielversprechend. Aber das Cronenberger Angriffsspiel basiert nun mal auf einem auch etwas risikoreichem Kombinationsspiel, was notwendig ist, um aufgrund der körperlichen Unterlegenheit überhaupt bis zum Kreis vorzudringen, um von dort zu einem Torwurf mit Erfolgsaussicht zu kommen. Dabei müssen sie natürlich noch lernen, die schnellere Reaktionsfähigkeit und größere Arm-Spannbreite der 97er einzuschätzen. So landete zu häufig der (letzte) Pass in den Armen des Gegners.
Nach dem Wechsel gelang einiges noch etwas besser und gestützt auf die gewohnt gute Abwehrarbeit konnte die 2.Halbzeit mit 6:10 sehr respektabel gestaltet werden. Besonders erfreulich dabei, dass nun auch die Außenspieler mehr mit ins Spiel einbezogen wurden und dabei sehr erfolgreich zum Torabschluss kamen. Am Ende eines sehr fairen und lebendigen Spieles stand eine 15:26 Niederlage.
Sehr interessant ein paar Zahlen aus der erstmals in dieser Form geführten Statistik (Danke Thorsten): Unsere Torquote lag bei sehr guten 65% (15 Tore bei 23 Versuchen) wobei man jedoch berücksichtigen muss, dass fast alle Würfe aus 6 Meter Entfernung erfolgten.
Unsere Torhüter parierten 11 der 37 Würfe auf ihr Tor. Quote gehaltene Bälle: 30%. Beide Siebenmeter wurden verwandelt. Das Tempogegenstoß-Verhältnis lag bei 3:1 für Wülfrath.
Insgesamt wurden bei uns 4 x Schritte und 1 x Kreisübertritt gepfiffen. Beides hielt sich im Rahmen. Zu hoch jedoch die Anzahl der 16 Fehlpässe. Erklärungsansätze dazu gab es weiter oben. Ein absolut normaler Prozess. Aufgrund der hohen Spielintelligenz der Kinder wird sich das in den nächsten Monaten „herauswachsen“.
Pattrick Wirths (TW), Guido Reichert (TW), Nils Hoffmeister (5), Simon Bombosch (5/2), Robin Vorsich (2), Moritz Knippert (2), Robin Wenske (1), Pascal Jacobs, Oliver Wizisk, Patrick Jansen und Max Messerschmidt.
Bombe 27.01.2010